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Der Allgemeinarzt

Eine beachtliche Zahl psychisch Kranker wird zumindest zu Beginn der Erkrankung, manchmal aber auch über lange Zeit hinweg von einem Allgemeinarzt behandelt. Allgemeinärzte erbringen 40-50% aller psychiatrischen Leistungen in der kassenärztlichen Versorgung, versorgen aber vorwiegend Menschen mit Depressionen oder Patienten mit psychischen Problemen im Rahmen von körperlichen Erkrankungen. Betroffene mit Psychosen oder Bipolaren Störungen werden dagegen seltener von Allgemeinärzten behandelt, vor allem deshalb, weil die mit der Erkrankung einhergehenden Probleme und therapeutischen Notwendigkeiten die Kapazitäten von Allgemeinärzten übersteigen. Dementsprechend sollte bei diesen Erkrankungen eine Behandlung beim Nervenarzt vorgezogen werden. Er kennt sich besser mit der medikamentösen Behandlung aus, hat mehr Erfahrung in der Behandlung akuter Fälle, kennt die Notwendigkeiten einer längerfristigen Therapie und weiß zumeist besser über das psychiatrische Versorgungssystem Bescheid.

Dennoch trotz gibt es Gründe für eine Behandlung bei Allgemeinarzt. So kann es sein, dass der Patient gerade zu einem Allgemeinarzt Vertrauen fasst, dass die Rahmenbedingungen (z. B. Wartezeiten, Wohnortnähe) besser sind oder der Betroffene den Gang zum Psychiater scheut. Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass sich viele Allgemeinärzte Unterstützung bei der Versorgung von psychiatrisch Erkrankten wünschen.

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www.psychiatrie-aktuell.de

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