Mit dem Begriff „Betreutes Wohnen” werden verschiedene Wohnformen
bezeichnet, die alle das Ziel haben, dem Betroffenen ein möglichst
eigenständiges Leben zu ermöglichen. Da der Betreuungsbedarf
von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich sein kann, gibt es „Betreutes
Wohnen” einerseits in einer eigenen Wohnung mit nur wenigen Stunden
Unterstützung pro Woche und andererseits in „therapeutischen Wohngemeinschaften” mit einer „Rund-um-die-Uhr”-Betreuung. In den „therapeutischen Wohngemeinschaften” gibt
es daneben häufig eine psychologische Beratung und regelmäßige
Gruppentreffen, in denen mit allen Bewohnern aktuelle Dinge, aber auch
z. B. Konflikte, geklärt werden. Aufgrund des zunehmenden Psychose-
und Suchtproblems haben sich verschiedene Einrichtungen auf diese Betroffenen
spezialisiert.
Falls eine betreute Wohneinrichtung in Betracht gezogen werden sollte,
ist es immer ratsam, sich verschiedene Institutionen anzuschauen und sich
mit der Entscheidung Zeit zu lassen. Die Erfahrung mit solchen Einrichtungen
ist häufig sehr positiv. Viele Betroffene können sich dort sehr gut stabilisieren, auch lange nachdem sie aus der betreuten Wohneinrichtung
wieder ausgezogen sind.
