Bedeutung des Trialogs

„Trialog" meint den direkten Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Professionellen auf Augenhöhe. Experten durch eigene Erfahrung treffen Experten durch Ausbildung und Beruf, um sich wechselseitig fortzubilden und eine gemeinsame Sprache zu behalten oder zu finden. Entwickelt wurde der Trialog in den Psychoseseminaren, die 1989 in Hamburg begannen und sich räumlich und inhaltlich weit verbreitet haben. Inzwischen gibt es Trialogforen an vielen Orten in Deutschland, aber auch in anderen Ländern und mittlerweile auch zu anderen Themen (Borderline-Störungen) und auf anderen Ebenen (im psychiatrischen Alltag, bei Beschwerdezentren, in der Qualitätssicherung usw.). Vor allem aber war und ist es nach der Beseitigung wechselseitiger Vorurteile leichter möglich, gemeinsam gegen öffentliche Vorurteile vorzugehen – durch gemeinsame Informations- und Begegnungsprojekte in Schulen, Betrieben, Kirchen und im Zusammenhang mit kulturellen Projekten (z. B. www.irremenschlich.de).

Ziele des Kapitels Trialog

In diesem Sinne soll das Kapitel genutzt werden, um Psychose- und Bipolarerfahrene sowie verschiedene Angehörige selbst zu Wort kommen zu lassen und um besonders brisante Themen aus allen drei Perspektiven transparenter zu machen.

Perspektiven des Trialogs

Wir hoffen, dass es uns gelingt, den Diskurs in 2009 so zu öffnen, dass zum einen ein offenes Forum beginnen kann, zum anderen aber auch direkte Fragen an alle drei Gruppen (Erfahrene, Angehörige, Profis) formuliert werden können, die dann innerhalb einer gewissen Zeit direkt beantwortet werden.

Wichtige trialogische Themen

Um einen ersten Eindruck zu verschaffen, erscheinen hier zunächst einige Originaltexte von Erfahrenen aus unserer Arbeitsgruppe, die als Berater für diese Website aktiv sind.

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